Vom Praxis-Zertifikat zum akademischen Master: Der ideale Weg für Coaches

Immer wieder stellt sich für angehende Coaches die Frage, wie sie sich nach einer fundierten Grundausbildung weiterqualifizieren können. Kürzlich habe ich mich dazu mit Jan-Carsten Krämer unterhalten. Er ist EASC-zertifizierter Coach und arbeitet als Pastor in Würzburg. An seinem eigenen Werdegang zeigt er, wie sich eine praxisnahe Ausbildung ideal mit einem anschließenden akademischen Studium kombinieren lässt.

(Das komplette Gespräch im Original gibt es hier auf YouTube: Interview mit Jan-Carsten Krämer)

Das Fundament: Praxis und Methodik Jan absolvierte zunächst die einjährige Coach-Ausbildung an der Würzburger Akademie für Empowerment-Coaching. Was ihm dort besonders half, war das sofortige praktische Üben und der stark lösungsorientierte Ansatz. Teilnehmer erhalten hier einen breiten Methodenkoffer und erlernen das konkrete, praktische Handwerkszeug, das vor allem im direkten Eins-zu-eins-Setting benötigt wird.

Der akademische Überbau: Master in Kempten Um das eigene professionelle Portfolio zu erweitern und Prozesse auf einer größeren Ebene begleiten zu können, startete er im Anschluss das berufsbegleitende Masterstudium „Coaching, Organisationsentwicklung und Beratung“ an der Business School der Hochschule Kempten.

Das Studium ergänzt die praxisorientierte Basisausbildung und unterscheidet sich inhaltlich deutlich:

  • Der inhaltliche Fokus liegt auf Supervision, Training und Organisationsentwicklung.
  • Es werden wissenschaftliche Grundlagentheorien vermittelt, um längere Prozesse mit Gruppen oder kompletten Organisationen zu begleiten.
  • Das Lernformat ist flexibel: Es besteht aus wöchentlichen Online-Vorlesungen via Zoom sowie dreitägigen Präsenzphasen, die im Vöhlinschloss in Illertissen stattfinden.
  • Am Ende des Studiums erlangt man neben dem Masterabschluss auch den Titel als staatlich geprüfter Supervisor.

Der Clou: Zeit und Geld sparen durch Anerkennung Das Besondere an Jans Weg ist die reibungslose Verknüpfung beider Stationen: Die Coaching-Ausbildung wurde ihm von der Hochschule Kempten offiziell als Vorleistung anerkannt. Nach Einreichung seiner Ausbildungszertifikate und Zeugnisse beim verantwortlichen Studiengangsleiter, Prof. Markus Jüster, konnte er die ersten beiden Module komplett überspringen.

Die Vorteile dieser Anerkennung sind immens:

  • Er konnte direkt im dritten Semester einsteigen.
  • Die Studiengebühren reduzierten sich von regulär 13.000 Euro auf 9.000 Euro – eine Ersparnis von 4.000 Euro. Damit war die Coachausbildung zu einem großen Teil refinanziert.

Fazit: Das Beste aus zwei Welten

Auf die Frage, ob man nicht gleich den Master absolvieren sollte, hat Jan eine klare Perspektive: Er würde die vorangestellte Coaching-Ausbildung keinesfalls überspringen wollen. Das intensive praktische Einüben von Coaching-Fähigkeiten kommt im universitären Rahmen naturgemäß eher am Rande vor, da dort die wissenschaftliche Theorie dominiert.

Die Kombination aus solidem, sofort anwendbarem Praxis-Handwerkszeug und einem darauf aufbauenden Masterstudium bietet somit eine fachlich hervorragende und wirtschaftlich hochattraktive Perspektive für professionelle Berater.

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CHRISTOPH SCHALK

MASTER COACH & PSYCHOLOGE

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